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Sie breitete ihre Flügel aus.

Wundervolle, schneeweiße Flügel.

Und flog davon.

In den finsteren Nachthimmel.

In diesem Moment wusste ich, dass ich sie nie mehr wieder sehen würde.

Eine einsame Träne rollte über meine Wange und tropfte stumm in das eiskalte Wasser.

Ich weiß nicht wie lange ich dort gestanden hatte, aber es war mir auch egal.

Unbewegt starrte ich in den Himmel.

Hoffte.

Betete.

Flehte, dass sie umkehren würde.

Ich weiß nicht, ob ich geschrieen habe.

Ob ich ihren Namen gerufen habe.

Ob ich ihr nachgebrüllt habe, dass sie zurückkommen solle.

Ich spürte nichts.

Nicht die Eiseskälte des Wassers.

Nicht den Regen, der meine Tränen wegspülte.

Nicht den Wind, der meine Stimme davontrug.

Ich wollte nicht weiterleben.

Nicht ohne ihr Lächeln, ihre wunderbare Stimme.

Nicht ohne ihre Augen.

Nicht ohne ihre Hände, ihre Haut auf meiner.

Nicht ohne sie.

Der Wind trug ihre Stimme zu mir.

Ihre Worte hallten in meinen Ohren.

„Ich verlass dich nie“ hatte sie gesagt.

Nun war sie fort.

Aufgestiegen in den finsteren Nachthimmel.

Ich sah ihr Gesicht vor mir.

Ich bildete sie mir nur ein, das wusste ich.

Doch ihr Bild, die Aussicht darauf, sie noch einmal zu berühren

Sie in den Armen zu halten und zu küssen

Riss mich mit sich fort.

Wie ein blindes und taubes Kind folgte ich ihr.

Ihre Stimme leitete mich durch das Dunkel.

Ich lief vorwärts.

Immer vorwärts.

Immer dorthin, wo ich sie zu finden hoffte.

Jene, die ich verloren glaubte.

Mit dem letzten verzweifelten Willen klammerte ich mich an dieses Bild.

Es war alles, was mir geblieben war.

Ich lief lange.

So lange, bis mich eine wohlige Wärme einhüllte und mich in die Finsternis hinab zog.

Ich erwachte.

Alles war kalt und unfreundlich und weiß.

Weiß. Wie Schnee. Schneeweiß. Wie ihre Flügel.

Nur nicht schön. Grausam. Ein grausames, eiskaltes Weiß.

Sie war nicht mehr da.

Sie würde nie mehr zurückkommen.

Ich war allein.

18.4.09 12:12
 


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